Meilenstein für die Chancen taubblinder Kinder
Heute machen wir auf eine Veranstaltung an der Universität zu Köln am 4.2.2025 aufmerksam, die einen Meilenstein für die Chancengleichheit taubblinder Kinder darstellt.
Wie eine Studie Sehen und Hören in Bayern SuHB https://www.blindeninstitut.de/suhb gezeigt hat, sind 63% der Bewohner von 19 Einrichtungen für Menschen mit komplexer Behinderung von starker Hörsehbehinderung oder Taubblindheit betroffen. Bekannt war dies nur bei 22%! 41% der betroffenen Menschen leben mit einer starken doppelten Sinnesbehinderung und die Umwelt erkennt dies nicht. Dies ist alarmierend und zeigt einmal mehr, dass die Dunkelziffer taubblinder Menschen groß ist. Bereits das Erkennen von Taubblindheit und starker Hörsehbehinderung stellt eine Herausforderung dar.
Als Gesellschaft sind wir dringend aufgefordert, Taubblindheit bereits im Kindesalter zu erkennen, um den Menschen andere Lebenswege und Teilhabemöglichkeiten zu eröffnen. Hierzu gehört auch eine taubblindenspezifische Qualifizierung von Lehrkräften, die wir als Stiftung taubblind leben mit den Mitteln der Doris Leibinger Stiftung finanziert und in der Universität Köln geplant, umgesetzt und evaluiert haben. https://www.hf.uni-koeln.de/42347
Am 4. Februar werden die Zertifikate für den dritten Lehrgang übergeben. Diese Veranstaltung ist zugleich der Auftakt eines neuen Projektes, das der besseren Erkennung von Taubblindheit dient. Wir müssen dringend sicherstellen, dass Hörsehbehinderung und Taubblindheit sicher ausgeschlossen werden, bevor wir von kognitiven Einschränkungen ausgehen. Hierzu hat die PH Heidelberg in Kooperation mit der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn und der Nikolauspflege in Stuttgart ein wertvolles Tool "IKI TAU" entwickelt, dessen Einsatz wir mit dem neuen Projekt fördern möchten.




