31.01.2015

FAZ, 31.01.2015 : "So sieht die Logik im deutschen Sozialgesetzbuch aus. Falls der Blinde keine Assistenz beim Einkaufen braucht und auch der Taube nicht, dann braucht der Taubblinde auch keine."

So endet der jüngste Artikel zum Thema Taubblindheit in der FAZ, die gedruckte Version ist am 25.01.2015 im Rhein-Main Teil der FAZ auf Seite 1 erschienen. Volker Haaß begleitet einen Taubblinden im Alltag und stellt einmal mehr fest, was vielfach dokumentiert ist. Taubblinde Menschen fallen durch unsere Raster. Wir brauchen dringend Gesetze, die die Ansprüche taubblinder Menschen klar und deutlich regeln. Bereits im März 2012 hieß es in der FAZ "Jeden Tag verstößt die Bundesregierung gegen die Un-Behindertenrechtskonvention, denn taubblinde Menschen fallen hierzulande noch immer durch das gesellschaftliche und bürokratische Raster."

Bereits 2004 hat das Europäische Parlament die Bundesregierung aufgefordert, die Rechte taubblinder Menschen anzuerkennen und umzusetzen. Warum gibt es immer noch keine Gesetze, die die Rechte taubblinder Menschen regeln? Wir brauchen dringend Veränderung.

Link zum Artikel: http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/alltag-eines-taubblinden-das-alphabet-in-der-hand-13389021.html

 
22. 01. 2015

Beschluss des Niedersächsischen Landtags vom 21.Januar zur Sicherstellung und Weiterentwicklung qualifizierter Angebote für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen in Niedersachsen

Gestern hat der niedersächsische Landtag einstimmig über einen Entschließungsantrag abgestimmt. Damit sind deutliche Verbesserungen für taubblinde Menschen zu erwarten.

Ein erster Schritt ist der Einstieg in die Ausbildung von Taubblindenassistent/Innen in Niedersachsen.

"In enger Abstimmung mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V. hat die Landesregierung zu Beginn dieser Woche eine Qualifizierungsmaßnahme zur Schulung von Taubblindenassistentinnen und -assistenten beschlossen.", so Sozialministerin Cornelia Rundt in Ihrer Rede (Link unten).

Dies ist ein richtiger und guter Schritt, der sich hoffentlich auch positiv auf andere Bundesländer auswirken wird.

Link zum Änderungsantrag
Link zur Rede der Sozialministerin Cornelia Rundt

 
15.12.2014

Postkartenaktion beendet!

Mit einer Postkartenaktion an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales haben über 1000 taubblinde Menschen und ihre Angehörigen und Freunde auf mangelnde Unterstützung hingewiesen und um Berücksichtigung ihrer Bedarfe und ihres Rechts auf gleichberechtigte Teilhabe hingewiesen.

Das Ministerium hat dies wahrgenommen und arbeitet an der Umsetzung des Merkzeichens. Viele Karten sind noch in Umlauf, aber die Postkartenaktion ist hiermit beendet.

Postkartenaktion Merkzeichen Seite 1

 
13.12.2014

Stiftung mit dem Preis "Ein Herz für Taubblinde" ausgezeichnet

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Im November wurden die REHA-Abteilung des Deutschen Taubblindenwerks in Hannover (im Bild links Karlheinz Jacobs, der Leiter der Abteilung) und Irmgard Reichstein von der Stiftung taubblind leben (im Bild rechts) von Sven Fiedler (Mitte) am Ende der Tagung des Gemeinsamen Fachausschusses taubblind/hörsehbehindert mit dem Preis "Ein Herz für Taubblinde" ausgezeichnet. Sven Fiedler ist selbst taubblind, er organisiert und leitet die Taubblinden-Info, ein Informationsportal für taubblinde Menschen.
(Link:http://www.tbl-info.org/beratung/sozial.html)

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und werden den Pokal gut hüten! Es handelt sich um ein von Sven Fiedler selbstgeschnitztes Kunstwerk mit Ohr und Auge:

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22.11. 2014

Die Sprache des Herzens - Ein Kinofilm über das Leben der taubblinden Marie Heurtin

Einladung zur Sondervorführung am 17. Dezember in Düsseldorf!


Die Sprache des Herzens wurde mit dem Prädikat "besonders wertvoll" ausgezeichnet! Der Film zeigt in sehr eindrucksvoller Weise, dass Menschenwürde und Kommunikation wie zwei Seiten einer Medaille sind. Das Thema des Films ist erschreckend aktuell. In Deutschland leben tausende taubblinde Menschen, deren Alltag von Isolation, Kommunikationslosigkeit oder -armut und großer Abhängigkeit gekennzeichnet ist. Schön, dass dieser Film den massiven Problemen taubblinder Menschen mit Marie Heurtins Geschichte ein so liebenswertes Gesicht gibt. Wir hoffen, dass der Film viele Zuschauer anspricht und motiviert, uns auf dem mühsamen Weg, die Rechte taubblinder Menschen in Deutschland umzusetzen, durch aktives Hinschauen auf die heutige Wirklichkeit zu unterstützen.

Die Stiftung taubblind leben lädt Sie zur Sondervorführung am 17.12.2014 um 19 Uhr ins Kino Metropol nach Düsseldorf ein! Bitte Melden Sie sich unbedingt unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. an! Nur angemeldete Personen werden kostenfrei eingelassen. Der Film wird mit Untertiteln und Audiodeskription gezeigt werden. In die Kinos geht der Film dann ab Januar 2013!
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DIE SPRACHE DES HERZENS: DAS LEBEN DER MARIE HEURTIN
ab 01. Januar 2015 nur im Kino!
Der Film hat Untertitel und Audiodeskription!
 
10.11.2014

Wolfgang Biermanski im Gespräch mit Verena Bentele

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Der taubblinde und in der SPD engagierte Wolfgang Biermanski traf am 29. Oktober auf Verena Bentele. Er berichtet selbst. Unten ist ein Link zu seinem Bericht der Begegnung.
Noch vor wenigen Jahren wäre eine solche Begegnung undenkbar gewesen. Aktive Interessensvertretung ist ohne geeignete Unterstützung unmöglich, wenn durch eine Hörsehbehinderung oder Taubblindheit Mobilität und Kommunikation stark eingeschränkt sind. Dank qualifizierter Taubblindenassistenz sind die Möglichkeiten zumindest in NRW nun besser. Wir stehen am Anfang und hoffen, dass schnell wirksame Unterstützungsstrukturen für taubblinde Menschen entstehen. Der Anspruch auf qualifizierte Assistenz ist nur eine der dringend erforderlichen Unterstützungsleistungen.

Link zur Meldung

 
Thementag Usher-Syndrom am 18.10 in Darmstadt

Politische Entwicklung, Mobilität, klinische Forschung und Gentherapie

Trotz Bahnstreik war der Thementag mit mehr als 80 Teilnehmern sehr gut besucht. Während der Vormittag den Themen politische Entwicklung und Mobilität - hier wurde Blindnavigation International vorgestellt - gewidmet war, ging es am Nachmittag insbesondere um die klinische Forschung und gentherapeutische Ansätze. Zum derzeitigen Zeitpunkt sind noch keine wirksamen Therapien greifbar, aber die Gentherapie lässt hoffen. Allerdings ist hier Geduld gefragt, denn klinische Tests stehen noch aus und dauern in der Regel viele Jahre.

So führte denn auch im medizinischen Teil die Frage eines Betroffenen zurück zum Eingangsthema: Was geschieht, bis wirksame Therapien greifen könnten, wann wird der Assistenzbedarf anerkannt?

Sie können hier die erste Rede zur politischen Situation von Michael Gräfen, Vorsitzender von Leben mit Usher-Syndrom e.V. und Irmgard Reichstein, Stiftung taubblind leben herunterladen. Wir haben als Stiftung die Ergebnisse des Projektes Aufklären-Finden-Inkludieren eingebracht, die die massive Unterversorgung erneut belegen. Auch diese können Sie herunterladen.

Grafik zur aktuellen Hilfsmittelversorgung von 57 der insgesamt 137 über das Projekt Aufklären-Finden-Inkludieren AFI gefundenen Personen

grafiken afi2web

Link zum AFI-Report

Link zur Rede als Doc
LInk zur Rede als PDF

 
02.10.2014

Stiftung taubblind leben für den Deutschen Engagementpreis nominiert!

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Aus ca. 1200 vorgeschlagenen Projekten wurden 15 Finalisten ausgewählt. Die Stiftung taubblind leben ist dabei! Bis zum 31. Oktober kann nun das Publikum abstimmen.

Wir bitten unsere Anhänger, für uns abzustimmen und das Thema Taubblindheit so voranzubringen!
Unsere Vision: Taubblinde Menschen können gleichberechtigt und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen!

Link zur Abstimmung: http://www.deutscher-engagementpreis.de/online-voting/abstimmen.html

Link zur Pressemeldung

 
21.09.2014

Kongress Leben mit Taubblindheit ein großer Erfolg

Mit über 250 Besuchern war der Kongress ein voller Erfolg! Viele positive Rückmeldungen haben wir erhalten und wir danken allen Teilnehmern für Ihr Kommen. Die umfassende Beleuchtung des Themas Taubblindheit mit allen Facetten und aus unterschiedlichen Perspektiven war ein Plus des Kongresses, ein weiteres Plus war sicher die rege Beteiligung und Anwesenheit vieler Taubblinder und Hörsehbehinderter. Viele positive Kommentare haben uns bereits erreicht und wir werden in den nächsten Wochen noch alles auf der Homepage www.kongress-taubblindheit.de einstellen, natürlich auch die Vorträge.

Hier ist der erste eingereichte Kommentar von Dr. Anja Schümann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Reinhard Frank-Stiftung, Hamburg:

„Den ersten Kongress „Leben mit Taubblindheit“ in Deutschland fand ich eine gelungene Veranstaltung, die viele Fakten über die schwierige Lebenssituation der taubblinden Menschen vermittelt und auch den Betroffenen selbst Gelegenheit gegeben hat, zu Wort zu kommen. Dass Deutschland die UN Behindertenrechtskonvention in Bezug auf die Anerkennung der Taubblindheit als eigene Behinderung immer noch nicht umgesetzt, geschweige denn den taubblinden Menschen ein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft durch die entsprechenden, gesetzlich verankerten Hilfen eingeräumt hat, empfinde ich als Mensch und Staatsbürgerin beschämend für unser Land. „Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehen!“ Mit diesem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe, heute so aktuell wie damals, möchte ich an die Verantwortlichen in Politik und Behörden eindringlich appellieren, den taubblinden Menschen endlich den Respekt zu erweisen, der ihnen gebührt, und diese Menschen mit aller Entschlossenheit in die Gesellschaft zu inkludieren.“

Der Kongress ist ein weiterer Meilenstein auf dem sehr mühsamen Weg zur Umsetzung gleichberechtigter Teilhabe für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen. Der besondere Unterstützungsbedarf wurde aus wissenschaftlicher und praxisnaher Perspektive einmal mehr und umfassend deutlich. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat das Merkzeichen auf dem Kongress für Januar 2016 angekündigt. Wir hoffen auf schnellere Verbesserung und konkrete Maßnahmen, um dringend erforderliche Leistungen wie Beratung, Rehabilitation oder Assistenz zugänglich zu machen.

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13.09.2014

Aufklären, finden, inkludieren
Ein Projekt der Stiftung taubblind leben

Die Stiftung taubblind leben hat über einen Zeitraum von zwei Jahren das Projekt Aufklären, finden, inkludieren durchgeführt. Finanziert wurde das Projekt aus Spendengeldern sowie Förderungen der Reinhard Frank-Stiftung und der Lipoid Stiftung. Ziel war es, über aktive Aufklärungsarbeit taubblinde Menschen zu finden und eine aktive und selbstbestimmte Lebensweise zu fördern.

Die Ergebnisse sind deutlich. Wegen fehlender Unterstützung können taubblinde Menschen nicht im Sinne der UN-Konvention gleichberechtigt teilhaben. Dies ist nicht neu, es ist ein weiterer Beleg in einer Reihe von Studien und Gutachten, die alle nach wirkungsorientiertem politischen Handeln verlangen.

Bevor im November detaillierte Ergebnisse vorgestellt werden, veröffentlichen wir zum Kongress Leben mit Taubblindheit am 19. September in Potsdam einen Kurzbericht, den wir hier als PDF bereitstellen. Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne ein Word-Dokument zu. Schicken Sie uns eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Zum Kurzbericht

 
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