17.01.2016

Sehen statt Hören berichtet über Taubblindheit
und den Stand des Merkzeichens

Gestern hat Sehen statt Hören das Thema Taubblindheit wieder aufgenommen. Die Sendung geht vielen Fragen nach: Was hat sich seit dem ersten Beitrag zum Thema im Jahr 2013 verändert? Gibt es inzwischen Verbesserungen für taubblinde Menschen? Warum ist das Merkzeichen noch nicht da? Wie wirkt sich das auf die Lebenssituationen aus?

Am Ende der Sendung steht ein klarer Appell, die Rechte taubblinder Menschen endlich umzusetzen, auch aus den Reihen der Politik selbst. Ganz klar äußern sich hierzu Uwe Schummer, behindertenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion des deutschen Bundestages und Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung.

Wir weisen darauf hin, dass es sich bei den dargestellten taubblinden Personen um Menschen handelt, die im Unterschied zu sehr vielen anderen Taubblinden noch einen Anschluss an die Gesellschaft haben. Unsere Arbeit führt uns immer wieder zu Menschen, die in völliger Isolation und Abhängigkeit leben. Die Anerkennung sowie geeigneter Maßnahmen sind aus menschenrechtlichen Gründen dringend geboten.

Die Sendung vom 16.Januar 2016 ist im Internet abrufbar.
Link zur Sendung: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/sehen-statt-hoeren/index.html

 
13.12.2015

Interview zum Thema Merkzeichen für Taubblinde in der FAZ vom 12.12.2015

Die Frankfurter Allgemeine hat die Vorsitzende der Siftung taubblind leben zur Merkzeichensituation befragt. Auf dem Kongress Leben mit Taubblindheit im September 2014 in Potsdam wurde es vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales für Januar 2016 in Aussicht gestellt. Melanie Mühl von der FAZ wollte wissen, ob es nun kommt.

Zum Interview in der FAZ

Bild von der Demonstration Taubblinder in Berlin, Oktober 2013

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22.11.2015

Taubblind sein - Selbsthilfe leben lernen

Bericht der Auftaktveranstaltung eines Projektes der Deutschen Gesellschaft für Taubblindheit gGmbH (DGfT) gefördert von der AOK NordWest und Rheinland/Hamburg

Am 30. Oktober stellten Hildegard Bruns (DGfT) und Dirk Pisula (AOK NordWest) im Rahmen einer lebendigen und aktionsreichen Veranstaltung das gemeinsame Projekt Taubblind sein - Selbsthilfe leben lernen vor. Hans-Günter Heiden moderierte diese inklusive Veranstaltung mit 150 Gästen, Vorträgen, Podiumsbeiträgen und unterschiedlichen Workshops. Nach Abschluss des offiziellen Teils am Nachmittag feierte die Selbsthilfe den Projektauftakt mit viel Freude und einem Tango-Schnupperkurs.

Laden Sie sich hier den Bericht herunter:

Link zum Bericht als Word Dokument (ohne Bilder)
Link zum Bericht als PDF

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28.10.2015

Ministerium in NRW genehmigt die nächste Qualifizierungsmaßnahme für Taubblindenassistenz

80 Taubblindenassistenten und -assistentinnen wurden in den vorangegangenen 6 Qualifizierungen bereits ausgebildet. Für einige Taubblinde in NRW wirkt sich dies bereits sehr positiv auf ihre Lebensqualität und Selbstbestimmtheit aus. Ca. 20 Personen erhalten über die Eingliederungshilfe eine Finanzierung der Assistenz. Einige weitere finanzieren Ihre Assistenz privat. Wir schätzen dass ca. 100 Menschen bereits Zugang zu Assistenz gefunden haben. Dennoch bleibt viel zu tun, denn wir haben weit mehr taubblinde Menschen in NRW (ca. 1900). Die weitere Ausbildungsmaßnahme ist ein guter und wichtiger Schritt.

Bemerkenswert ist, dass in etwa die Hälfte der Absolventen schwerhörig oder gehörlos sind. Im letzten Lehrgang waren es 7 hörende, 2 schwerhörige und 6 gehörlose Absolventen. Die Ausbildung ist damit ein vorbildliches Modell für Inklusion. Wir danken dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und gratulieren an dieser Stelle den Leiterinnen des Projektes Claudia Preißner und Hildegard Bruns für ihre hervorragende Arbeit und die gelungene Inklusion!

Mehr zur TBA-Qualifizierungsmaßnahme

 
30.09.2015

Teilhabe von Taubblinden in Sachsen verbessern
Antrag von CDU- und SPD-Fraktion

Einen klaren und wegweisenden Antrag haben CDU und SPD in Sachsen auf den Weg gebracht. Der Landtag und die Staatsregierung werden aufgefordert, sich mit der Situation taubblinder Menschen zu befassen. Die Zahl soll erfasst werden, die Lebenssituationen, die Berücksichtigung des Personenkreises im Landesaktionsplan, die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Taubblindenassistenten und -assistentinnen sowie Dolmetscher und Dolmetscherinnen. Der Landtag wird weiter aufgefordert, sich für die Einführung des Merkzeichens TBl im Schwerbehindertenausweis und für die Festlegung von Nachteilsausgleichen einzusetzen.

Wir begrüßen diesen Antrag sehr und weisen auf die Projektergebnisse des Projektes Aufklären-Finden-Inkludieren hin, über die die Stiftung taubblind leben am 11. Mai 2015 in Düsseldorf ausführlich berichtet hat. Der Bericht kann heruntergeladen werden: Bericht AFI
(Zum Projektbericht in Word-Format)

Zum Antrag der CDU- und SPD-Fraktion in Sachsen

 
29.07.2015

Taubblindenassistenzausbildung in Niedersachsen

Das deutsche Taubblindenwerk bietet erstmalig in Niedersachsen eine Qualifizierungsmaßnahme für Taubblindenassistenz an. Die Ausbildungsmaßnahme beginnt am 16. November 2015. Bewerbungen werden noch bis zum 20. August angenommen.

Qualifizierte Taubblindenassistenz ist eine notwendige Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe taubblinder Menschen an der Gesellschaft wie sie von der UN-Behindertenrechtskonvention gefordert wird.

Immer noch stehen schätzungsweise knapp 10.000 taubblinden Menschen lediglich ca. 150 Taubblindenassistenten/innen gegenüber. In vielen Bundesländern gibt es keine Taubblindenassistenz. Gleichberechtigte Teilhabe ist für taubblinde Menschen in Deutschland noch nicht realisiert. Wir begrüßen die Einrichtung einer weiteren Ausbildungsstätte daher sehr.

Zur Pressemeldung des Deutschen Taubblindenwerks
Zu unserer Linksammlung mit allen Ausbildungsstätten

 
13.05.2015

Leben mit Taubblindheit
Vorstellung der Projektergebnisse Aufklären-Finden-Inkludieren am 11.5.2015

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Am 11. Mai 2015 hat die Stiftung taubblind leben die Ergebnisse eines zweijährigen Projektes vorgestellt. Ziel des Projektes war es, über Taubblindheit aufzuklären, darüber betroffene Menschen zu finden und Inklusion zu fördern. Wer nicht sehen und nicht hören kann, ist ohne Unterstützung von Mobilität und Kommunikation abgeschnitten. Die Auswirkungen der gleichzeitigen Beeinträchtigung beider Fernsinne potenzieren sich. Die in einem umfassenden Bericht vorliegenden Projektergebnisse bestätigen erneut, dass taubblinde Menschen in gravierender Weise von Teilhabe ausgeschlossen sind. 181 taubblinde oder stark hörsehbehinderte Personen wurden gefunden, zu knapp 60 davon konnte im Rahmen des Projektes Kontakt aufgebaut werden. Das Ergebnis: Den betroffenen Menschen fehlen insbesondere spezifische Rehabilitations­maß­nahmen, geeignete Kommunikationstechniken und Hilfsmittel, taubblindenspezifische Beratung sowie qualifizierte Assistenz. Die Personen sind weitestgehend auf ihre Familie bzw. ihr engstes Umfeld angewiesen und von Information und gesellschaftlicher Teilhabe abgeschnitten. Familien und Betreuer in unspezifischen Einrichtungen sind überlastet.

Vor ungefähr fünfzig Gästen aus Politik & Gesellschaft wurden Verlauf und Ergebnis des Projektes vorgestellt. In einem Podiumsgespräch (s. Bild oben) haben Betroffene und Angehörige ihre Situation bewegend und anschaulich dargestellt. Frau Prof. Dr. Theresia Degener, Mitglied des Ausschusses der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderung und ebenfalls Teilnehmerin des Podiumsgesprächs, hat das Projekt Aufklären-Finden-Inkludieren als vorbildlich für eine Inklusionsarbeit im Sinne der UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderung bezeichnet und auf die Rechte der Menschen verwiesen „Deutschland tut noch längst nicht genug. Persönliche Assistenz ist ein Menschenrecht.“ Dabei sieht sie in der aktuellen Situation sowohl die Rechte der Betroffenen wie auch die der Angehörigen stark beschnitten.

Der vollständige Bericht kann unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. angefordert werden.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat im Feuilleton am 13. Mai (S. 13) über die Veranstaltung berichtet. Ein Link wird noch eingestellt.

Link zum AFI Projektbericht als word-Dokument
Link zum AFI Projektbericht als PDF

 
13.05.2015

Gewinnspiel zum Film die Sprache des Herzens

Gewinnen Sie eine von 3 DVDs zum DVD und Blu-ray Start.

Der Film zeigt die Lebensgeschichte der Taubblinden Marie Heurtin. Er spielt Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich. Marie wird von ihrem Vater in ein Kloster gebracht, weil er sich nicht zu helfen weiß, denn Marie kann weder hören noch sehen. Schwester Maguerite, eine der Nonnen nähert sich dem Mädchen langsam und öffnet vorsichtig ein Fenster zu einer Welt, die Marie vorher verschlossen war. Doch Marguerite weiß, dass sie sich nicht ewig Zeit hat, um Marie auf ein selbstbestimmtes Leben vorzubereiten, denn sie ist krank.

DVD und Blu-ray sind barrierefrei gestaltet und beinhalten die deutsche Hörfilmfassung für Sehgeschädigte sowie deutsche Untertitel für Hörgeschädigte.

Mehr Informationen finden Sie auf der Filmhomepage unter: http://sprachedesherzens-film.de/

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, senden Sie Ihren Namen an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Einsendeschluss ist der 28. Mai 2015.

Die Gewinner werden dann per E-Mail benachrichtigt.

 
31.01.2015

FAZ, 31.01.2015 : "So sieht die Logik im deutschen Sozialgesetzbuch aus. Falls der Blinde keine Assistenz beim Einkaufen braucht und auch der Taube nicht, dann braucht der Taubblinde auch keine."

So endet der jüngste Artikel zum Thema Taubblindheit in der FAZ, die gedruckte Version ist am 25.01.2015 im Rhein-Main Teil der FAZ auf Seite 1 erschienen. Volker Haaß begleitet einen Taubblinden im Alltag und stellt einmal mehr fest, was vielfach dokumentiert ist. Taubblinde Menschen fallen durch unsere Raster. Wir brauchen dringend Gesetze, die die Ansprüche taubblinder Menschen klar und deutlich regeln. Bereits im März 2012 hieß es in der FAZ "Jeden Tag verstößt die Bundesregierung gegen die Un-Behindertenrechtskonvention, denn taubblinde Menschen fallen hierzulande noch immer durch das gesellschaftliche und bürokratische Raster."

Bereits 2004 hat das Europäische Parlament die Bundesregierung aufgefordert, die Rechte taubblinder Menschen anzuerkennen und umzusetzen. Warum gibt es immer noch keine Gesetze, die die Rechte taubblinder Menschen regeln? Wir brauchen dringend Veränderung.

Link zum Artikel: http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/alltag-eines-taubblinden-das-alphabet-in-der-hand-13389021.html

 
22. 01. 2015

Beschluss des Niedersächsischen Landtags vom 21.Januar zur Sicherstellung und Weiterentwicklung qualifizierter Angebote für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen in Niedersachsen

Gestern hat der niedersächsische Landtag einstimmig über einen Entschließungsantrag abgestimmt. Damit sind deutliche Verbesserungen für taubblinde Menschen zu erwarten.

Ein erster Schritt ist der Einstieg in die Ausbildung von Taubblindenassistent/Innen in Niedersachsen.

"In enger Abstimmung mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V. hat die Landesregierung zu Beginn dieser Woche eine Qualifizierungsmaßnahme zur Schulung von Taubblindenassistentinnen und -assistenten beschlossen.", so Sozialministerin Cornelia Rundt in Ihrer Rede (Link unten).

Dies ist ein richtiger und guter Schritt, der sich hoffentlich auch positiv auf andere Bundesländer auswirken wird.

Link zum Änderungsantrag
Link zur Rede der Sozialministerin Cornelia Rundt

 
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