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Hier können Sie Beiträge lesen und verfassen. Diese Rubrik gibt Ihnen die Möglichkeit, sich zur Situation taubblinder Menschen zu äußern. Wir bitten Sie um Verständnis dafür, dass wie die Beiträge redaktionell überprüfen, bevor wir sie freischalten. Dies kann unter Umständen auch einmal ein paar Tage dauern.

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Beiträge 

 
#14 2011-08-25 13:16
Das Osterburger Lehrerseminars Werden und Vergehen.
Von der Provinzialtaubstummenanstalt zum Landesaufnahmeheim Sachsen-Anhalt.
Wenn man heute an dem restaurierten Gebäude des Revierkommissariats Osterburg vorbei geht oder gelegentlich in dem Gebäude zu tun hat, dann weckt das in der Gedankenwelt eines ehemaligen Heimkindes persönliche schmerzliche Erinnerungen.
Errichtet wurde das neogotische Gebäude 1890, damals noch in der Schulstrasse, nach einer Vorplanungsphase, die 1883 begann.In das neu errichtete Anstaltsgebäude mit Hof und Parkanlage zogen die Taubstummenschüler aus einem Mietshaus vor dem Osterburger Stadttor.
Die Anstalt nannte sich Provinzialtaubstummenanstalt Osterburg und beherbergte Taubstumme aus ihrem jeweiligen Verwaltungsgebiet.
In einer Übergangsphase von 1921 bis 1923 wurde die Provinzialtaubstummenanstalt abgebaut und in ein Provinziallandesaufnahmeheim der Provinz Sachsen mit Kirchlicher Begleitung überführt.
Ab 1936 wurde ich dort von der Organisation "T4" eingewiesen, wo meine 5 Geschwister gelandet sind war mir damals als 2 jähriger nicht bekannt.
Freundliche Grüsse
Rolf
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#13 2011-08-22 13:33
Die Situation für Taubblinde in Deutschland ist ein Skandal, dessen sich die Politiker schämen sollten. Wir brauchen ganz viel Öffentlichkeit für unser Anliegen: Ich habe Verbindung aufgenommen mit der FAZ, der Zeit, Publik-Forum, Chrismon und den örtlichen Rundfunksendern - eigentlich kann sich da
niemand verschließen. Für denkbar halte ich auch eine bundesweite Aktion mit Info-Ständen (und der Einladung von Politikern), ich stelle meine Zeit dazu gerne zur Verfügung. Das Thema muß einfach in der öffentlichen Diskussion bleiben, nur so haben wir eine Chance, dass die Politik endlich reagiert.
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#12 obbi 2011-08-16 09:30
zitiere IR:
zitiere obbi:
Im Rahmen meiner Tätigkeit in der Beratungsstelle für Hör- und Sprachgeschädigte bin ich immer auf der Suche nach Informationen, rund um das Thema Taubblindheit. Wie schön, dass es diese tolle Seite gibt!

Eine Klientin berichtete von der sogenannten "Kuba-Therapie" ( eine teure Operation, die nur in Kuba durchgeführt wird, soll die Erblindung verhindern können). Wer kann mir Informationen dazu geben? Wer hat Erfahrungen damit gemacht, die er berichten kann?

Gerade versuchte ich mein Glück im Chat. Leider war niemand da. Gibt es bestimmte Zeiten, wann man jemand erreichen kann? Verabredet man sich vorher in den Chat?

E.Feneis-Schuster


Hallo, vielen Dank für das Lob, das freut uns sehr. Und - ja für den Chat ist eine Verabredung nicht schlecht. Wir schaffen es noch nicht, ihn dauerhaft zu besetzen. Einfach mal mailen. Hinsichtlich der Kuba Therapie habe ich gemischtes gehört. Hier würde ich mich an Pro Retina oder das Deutsche Taubblindenwerk wenden.
Herzliche Grüße,
Irmgard Reichstein


Liebe Frau Reichstein,

vielen Dank!

Kennen Sie denn evtl. jemanden, der die "Kubatherapie" bereits hinter sich hat?

Herzlichen Gruß
Edith Feneis-Schuster
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#11 IR 2011-08-14 22:00
zitiere obbi:
Im Rahmen meiner Tätigkeit in der Beratungsstelle für Hör- und Sprachgeschädigte bin ich immer auf der Suche nach Informationen, rund um das Thema Taubblindheit. Wie schön, dass es diese tolle Seite gibt!

Eine Klientin berichtete von der sogenannten "Kuba-Therapie" ( eine teure Operation, die nur in Kuba durchgeführt wird, soll die Erblindung verhindern können). Wer kann mir Informationen dazu geben? Wer hat Erfahrungen damit gemacht, die er berichten kann?

Gerade versuchte ich mein Glück im Chat. Leider war niemand da. Gibt es bestimmte Zeiten, wann man jemand erreichen kann? Verabredet man sich vorher in den Chat?

E.Feneis-Schuster


Hallo, vielen Dank für das Lob, das freut uns sehr. Und - ja für den Chat ist eine Verabredung nicht schlecht. Wir schaffen es noch nicht, ihn dauerhaft zu besetzen. Einfach mal mailen. Hinsichtlich der Kuba Therapie habe ich gemischtes gehört. Hier würde ich mich an Pro Retina oder das Deutsche Taubblindenwerk wenden.
Herzliche Grüße,
Irmgard Reichstein
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#10 obbi 2011-08-11 10:29
Im Rahmen meiner Tätigkeit in der Beratungsstelle für Hör- und Sprachgeschädigte bin ich immer auf der Suche nach Informationen, rund um das Thema Taubblindheit. Wie schön, dass es diese tolle Seite gibt!

Eine Klientin berichtete von der sogenannten "Kuba-Therapie" ( eine teure Operation, die nur in Kuba durchgeführt wird, soll die Erblindung verhindern können). Wer kann mir Informationen dazu geben? Wer hat Erfahrungen damit gemacht, die er berichten kann?

Gerade versuchte ich mein Glück im Chat. Leider war niemand da. Gibt es bestimmte Zeiten, wann man jemand erreichen kann? Verabredet man sich vorher in den Chat?

E.Feneis-Schuster
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#9 2011-03-16 20:22
HI,

bin ganz neu im Land der Taubblinden, da bei meinem Freund und Vater meiner Kinder das Usher Syndrom in schwerer Form diagnostiziert wurde. Und es schreitet unglaublich schnell fort. Bin noch völlig fertig, weil der Kampf mit den Behörden die Hölle ist aber die Reaktionen der Menschen in unseren Umfeld sind noch viel erschreckender. Sie haben eine regelrechte Mobbingattacke gegen meinen Freund veranlaßt, behandeln ihn es wäre er schwer geisteskrank, dabei ist er hochintelligent. Es ist eine Schande wie man in unserer Gesellschaft mit behinderten Menschen umgeht.
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#8 IR 2011-03-06 10:34
Statement einer Taubblindenassistentin

Ich bin ausgebildete Taubblindenassistentin und habe im Rahmen dieser Tätigkeit schon vielen Taubblinden ermöglicht, am Leben teilzuhaben in ganz unterschiedlicher Weise. Einer meiner Schwerpunkte ist mit Taublinden Sport zu machen. Ich habe selber erfahren, wie viel möglich ist, aber auch die Taubblinden haben erfahren was sie alles machen können, wenn sie einen Assistenten an ihrer Seite haben. So habe ich oft gehört, das ein Taubblinder sagt: das habe ich zum ersten Mal gemacht - z.B. Tandemfahren, das erste mal 40 km fahren, paddeln, rudern oder gar an einem Wettkampf teilnehmen und dann für die erbrachte Leistung auch eine Medaille zu erhalten - tolle Momente wenn man in strahlende Gesichter schaut, weil jemand ein schönes Erlebnis hat trotz seiner doppelten Sinnesbehinderung. Einige Taubblinde, die ich über längere Zeit kenne, haben in dieser Zeit deutlich an Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen gewonnen.

Assistenz heißt für mich in den meisten Fällen ehrenamtlich zu arbeiten. Ich kann es mir leisten “Zeit” zu geben. Zeit geben heißt aber z.B. im Rahmen einer Freizeitbegleitung 14 Tage jeweils 14 Stunden sich voll und ganz auf einen anderen Menschen einzustellen, ihm die “Welt” zeigen und immer voll konzentriert sein, ihn sicher von einem Ort zum anderen zu begleiten, ihm alles zeigen oder erklären, was gerade zu sehen ist, oder etwas übersetzen ( mal eben einen Vortrag von 45 Minuten ) , mit ihm Sport machen oder ein Museum zu besuchen oder, oder .... - aber auch ein Taubblinder möchte in seinem Urlaub nicht ab 16 Uhr auf dem Zimmer verbringen?
Die Belastung ist so hoch, weil nicht genügend Assistenten da sind, darüber hinaus für einen Tageseinsatz eine Aufwandsentschädigung von 30 € vom Taubblinden erhalten - einem Stundenlohn von ca 2 €. Wir sind hoch qualifiziert und leisten gute Arbeit!!!! Meine Assistentenkollegen müssen darüber hinaus in der Regel “normales Geld” verdienen und habe von daher nicht die Zeit eine Freizeitbegleitung zu machen oder müssen sich dafür Urlaub nehmen. - Entspricht das dem Grundsatz der Gleichbehandlung bezogen auf andere Behindertengruppen???

Bei meiner Arbeit stoße ich dann an Grenzen, wenn ich z.B. eine Bedarf sehe bei fehlenden Hilfsmitteln und Anträge gestellt werden müssten. Dafür bin ich nicht ausgebildet, da wäre es gut und richtig einen Taubblinden an eine Beratungsstelle zu verweisen, die speziell auf die Bedürfnisse der Taubblinden eingestellt ist, wo ihm dann geholfen wird.. Momentan kann ich sie noch an Frau Benard verweisen, die ehrenamtlich all ihre Energie, Zeit und auch ihr Geld in diese Arbeit steckt, aber was ist, wenn es mal eine Frau Benard nicht mehr gibt????

Die UN Konvention sagt : jeder - ich betone: jeder - hat das Recht auf Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Ich habe erfahren, das auch Menschen mit doppelter Sinnesbehinderung teilhaben können, wenn sie nur die Chance dazu bekommen. Dazu gehört eine Beratungsstelle, gut ausgebildete Assistenten und auch eine entsprechende Entlohnung der Assistenten für diese Arbeit. Es kann nicht sein, das dass Wohl taubblinder Menschen von ehrenamtlicher Tätigkeit abhängt!!!


Ulrike Hampel - Taubblindenassistentin
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#7 IR 2011-03-06 10:29
Hallo, ich finde Ihre Aktion für die Taubblinden ebenfalls sehr wichtig. Zur Logogestaltung (Button Taubblinde) schließe mich dem Kommentar meines Bruders Dieter Großeberkenbusch an, d.h.:
1. Durch die zwei Farben der dargestellten Hände wird assoziiert, das es sich um unterschiedliche Rassen handelt (hellbraun= weißer Mensch, dunkelbraun = schwarzer Mensch). Assoziationen zu Afrika, Apartheit, Humanitärer Hilfe etc. sind durch diese Bildsymbolik beim Betrachter vorprogrammiert.
2. Symbolisiert wird nicht (wie oben auf der Webseite das Bild der jungen Frau mit Augenklappe und Kopfhörer) die Behinderung, sondern durch Darstellung der Hände das Lormen als Teil des Taubblindseins. Lormen kennen nur die wenigsten und so bleibt der inhaltliche Bezug des Logos den meisten verborgen.
3. Die Typografie „Taubblind“ auf dem Button ist im Verhältnis zu den dargestellten Händen zu minimiert. Bei etwaigen Verkleinerungen z.B. beim Faxen oder als kleines Symbol auf Visitenkarten wäre der Schriftzug nicht mehr lesbar.
4. Hinweise und Gebote sind per Übereinkunft üblicherweise Weiß auf blauem Grund dargestellt ( so z.B. das Logo mit dem weißen Stock). Hier eine neue Farbsymbolik zu verwenden, kann kontraproduktiv sein. Zu Überlegen ist vielleicht auch, evtl. die „klassischen Farben“ des Logos für Blinde: Hintergrund Gelb mit den drei schwarzen Punkten zu verwenden. Dieses Logo für Behinderte ist seit über hundert Jahren in Deutschland etabliert und allgemein bekannt. Der Wiedererkennungswert wäre um ein Vielfaches grösser. Die Figur mit dem weissen Stock auch „Wanderabzeichen“ genannt ist m.E. als Bildsymbol auch ziemlich fragwürdig, zumal es diese mittlerweile in einer Vielzahl von Variationen gibt.
MfG Armin Großeberkenbusch 16. Februar 2011, NRW
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#6 2011-01-21 13:05
Ich bin Mutter einer hör-sehgeschädigten Tochter und bin froh, die Stiftung zufällig entdeckt zu haben! Endlich ein Forum, in dem wir nicht die "Exoten" sind.
Auch wenn es sich blöd anhört, aber zu den Blinden gehört unsere Tochter nicht, weil sie einen Mini-Sehrest hat, zu den Gehörlosen gehört sie ebenfalls nicht, weil sie einen ebenfalls Mini-Hörrest hat....verstehen, warum ihre Probleme oft größer sind verstehen die meisten nicht, zumal auch in den aktuellen Richtlinien eine Doppelsinnesbehinderung nicht vorgesehen ist.
Dennoch gibt es auch viele Dinge, die TROTZDEM möglich sind! Ich selbst bin Trampolintrainer und biete regelmäßig Trampolintraining im Förderzentrum Sehen in Schramberg-Heiligenbronn an und außer meiner Tochter sind noch 3 andere Schüler mit Hör-Sehschädigung mit großem Eifer und Spaß dabei, deren Leistung durchaus mit nichtbehinderten Kindern verglichen werden kann! OK, inzwischen haben wir eigene "Trampolin"-Gebärden (auch für nur Hörgeschädigte, die schon dabei waren)entwickelt und ich habe relativ viel Erfahrung im Anfängerbereich; aber es ist ein toller Sport und im Freizeitsportbereich auch für Taubblinde, die ein bischen Mut haben, super geeignet. (es handelt sich übrigens um ein echtes Wettkampfgerät, das eine ca. 2m x 4m große Sprungfläche hat).
B. Schermer BW
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#5 2010-11-24 16:17
Meine Frau ist taubblind und ist als Kleinkind ertaubt die erblindung durch RP kam dann später noch hinzu. Seit 1984 ist sie voll erblindet. Wir waren in diesem Jahr 47 Jahre verheiratet und haben 3 Kinder von 46, 43 und 38 Jahren. Wie oft wäre es notwendig gewesen wenn meine Frau das TBL im Ausweis stehen gehabt hätte. Es hätte uns vieles erleichtert.
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